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Prähistorisches Irland
Irland ist voller prähistorischer Stätten. Persönlich habe ich es mir zum Hobby gemacht, vorchristliche Grabstätten ausfindig zu machen und zu fotografieren. Auch besuche ich sehr gerne Ausgrabungsstätten und unterhalte mich mit den Fachleuten vor Ort. Die Menschen die dort arbeiten sind sehr gesprächig und freuen sich immer ihre Erkenntnisse mit Interessenten zu teilen. Wir dürfen nicht vergessen das sich die Erkenntnisse über die sogenannten Dolmen stets verändern. Zunächst einmal rate ich davon ab, diese alten Grabstätten (Tombs) überhaupt Dolmen zu nennen. Es gibt einige verschiedene dieser Tombs und sie reichen bis zu 6000 Jahre zurück. Somit sind die Tombs aus der irischen Bronzezeit (2400 bis 1200 v. Chr.) mitunter "sehr jung". In Irland gräbt man erst offiziell seit den achziger Jahren an diesen Stätten. Zuvor hatten auch die Briten bereits behauptet die irischen Stätten zwecks Forschung zu erkunden, jedoch behaupten die Iren das dies keine Forschung war, sondern Grabplünderung. Einige dieser geplünderten Grabinhalte findet man heutzutage in britischen Museen, wo sie stolz als britische vorchristliche Fundstücke ausgestellt werden. An einer dieser Tombs hat man leicht drei Jahre gearbeitet. Die Deckplatten sind nicht selten zig Tonnen schwer. Um die Deckplatten auf die "Seitenwände" zu bekommen, sollen die Menschen Erdwalle aufgehäuft haben und dann die Deckplatten (auch Altarplatten genannt) langsam und mühsam über den Erdwall aufgeschoben haben. Dann wurde der Erdwall wieder entfernt. Hierzu muss gesagt werden, daß es sich hier um reine Spekulation handelt. In zumindestends einem Fall bezweifele ich persönlich diese Theorie. Jeder der schon einmal die Burren im County Clare bereist hat und dort das weltberühmte "Poulnabrone" Portal Tomb gesehen hat, wird meinen Zweifel nachvollziehen können, denn diese "Dolmen" stehen inmitten einer 100 qkm großen Kalksteinplatte, also einer Steinwüste. Wo soll also der Sand für den Erdwall hergekommen sein? Hier muss man sagen, dass auch schon vor 4000 bis 5000 Jahren die Burren ein karges Steinland waren. Allerdings gibt es auch ganz gegensätzliche Beispiele. Direkt vor meiner Haustüre steht eine Grabstätte. Als ich sie das erste mal aus der Entfernung sah, dachte ich erst das ich mich verguckt habe, denn sie steht im Wasser. Die Grabstätte die ich meine ist im Gebiet des Rostellan Waldes zu finden. Bei Ebbe habe ich mich mit meiner Tochter aufgemacht und sie erkundet. Wir kamen zu dem Entschluss das sie vor ca. 5000 Jahren auf trockenem Land errichtet wurde und das sich in der Zwischenzeit das Meer bis dorthin vorgearbeitet hat. Hier frage ich mich, wie lange diese Stätte wohl noch dort stehen wird. Beachtenswert ist auch, daß der Grund um diese Grabstätte herum sehr weich ist, also ist davon auszugehen das ein großer Teil der jetzt noch fast 2 m hohen Stätte bereits versunken ist. Wahrscheinlich hat man auf den Deckplatten die Verstorbenen aufgebarrt und verbrannt. Die Ueberreste wurden dann in eine Kammer unterhalb der Grabstätte untergebracht, samt Schmuck und Geschenken. Eine weitere Theorie besagt, daß die Verstorbenen in die Kammer unterhalb der Stätte rein gehockt wurden, neben Schmuck und anderen Geschenken soll es auch Essen als Grabbeigabe gegeben haben, damit die Toten auf dem Weg in die neue Welt etwas zu essen haben. Entgegen des Glaubens das die Menschen vor 6000 bis 3000 Jahren allesamt Normaden waren spricht das Ergebnis eines Versuchs der durchgeführt wurde. Man hat die Überreste aus einer solchen Grabkammer gentechnisch untersucht und dann in einem angrenzenden Ort die Gene mit den Einwohnern verglichen. Die Wissenschaftler haben nicht schlecht gestaunt als sie feststellten das es im Ort einen direkten Verwandten zu dem vor 6000 Jahren bestatteten Mannes gab. Die größte bekannte Ansammlung von prähistorischen Grabstätten gibt es derzeit in Nordwestirland. Um Sligo liegt das Paradies eines jeden Historikers und ständig kommen neue Ausgrabungsstätten hinzu. Oft geht man achtlos an den Stätten vorbei, da sie so zugewachsen sind, daß man sie auf Anhieb gar nicht erkennen kann. Oft stehen sie auch mitten auf einer Weide, oder auf einem Feld. Die Bauern haben sie über Jahrtausende als Elfenfestungen geachtet. Niemand hätte es gewagt sie zu beseitigen, zu groß war der Respekt vor der Elfenwelt. In der Regel finded man in der Nähe von prähistorischen Grabstätten auch Steinkreise. Jede "Gemeinde" hatte einen solchen Kreis. Dort wurden Opfer gebettet, druidsche Hochzeiten gefeiert oder andere Feste abgehalten, sie waren ganz einfach der Mittelpunkt einer jeden Gesellschaft. Oft fand man sogar mitten in einem Steinkreis eine Grabstätte.
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